Elektromobilität wurde in Konz nicht als Einzelthema betrachtet, sondern als Aufgabe, die Verwaltung, Werke, Stadtplanung und Kommunikation verbindet. In einem zweitägigen Workshopformat entstanden aus offenen Fragen konkrete Projektideen, priorisierte Hebel und eine gemeinsame Leitvision. Der Fokus lag bewusst nicht auf einem Konzept für die Schublade, sondern auf gemeinsam entwickelten Maßnahmen, basierend auf einem gemeinsamen Wissensstand.
Ausgangslage war eine grundsätzlich vorhandene Offenheit gegenüber Elektromobilität, verbunden mit Unsicherheiten, fehlender Öffentlichkeitsarbeit und einer noch nicht klaren internen Zuständigkeit. Gleichzeitig bestand der Anspruch, „aktiv mitzugestalten“ und Elektromobilität bei Planungs- und Bauprojekten künftig konsequent mitzudenken. Die Herausforderung lag darin, Silos zwischen Fachbereichen aufzubrechen und ein gemeinsames Verständnis zu schaffen.
Die Zusammenarbeit machte Elektromobilität in der Verbandsgemeinde im wahrsten Sinne des Wortes greifbar. Es entstand eine gemeinsame Sprache zwischen Fachbereichen und ein Set an gebastelten Projektskizzen, das schrittweise weiterentwickelt werden kann.
- Klärung, dass eine feste interne Zuständigkeit nötig ist
- Arbeitskreis-Ansatz als Struktur für Moderation, Information und Stakeholder-Einbindung
- Projektidee „Laden für Mitarbeitende“ mit kurzfristigem Einstieg und Ausbauperspektive
- Ladepark-Perspektive als Leuchtturm, inklusive HPC-Laden und Partnermodell
- Öffentlichkeitsarbeit als Daueraufgabe mit dem Ziel, die Akzeptanz zu erhöhen
Warum dieses Projekt überzeugt
- Praxis statt Papier: Ideen wurden direkt zu Projektsteckbriefen und ersten Maßnahmen verdichtet.
- Interdisziplinär gedacht: Stadtplanung, Tiefbau, Ordnungsverwaltung, Werke und Organisation arbeiteten gemeinsam am Thema.
- Klare Rolle der Kommune: VG Konz versteht sich als zentraler Ansprechpartner, Treiber und Vorbild.
- Fokus auf Akzeptanz und Aufklärung: Vorurteile und offene Fragen wurden als zentraler Hebel erkannt.
Workshop: Kommunale Elektromobilität mit klaren Rollen und konkreten Projekten voranbringen
Im Projekt wurde ein Workshopprozess umgesetzt, der Wissen, Haltung und Zuständigkeiten zusammenführt und daraus konkrete Umsetzungsbausteine ableitet. Als Ergebnis wurde ein kommunales Rollenmodell herausgearbeitet: Konz als Informations- und Moderationsstelle, die interne Zusammenarbeit organisiert und externe Stakeholder gezielt einbindet. Parallel wurden Projektideen konkretisiert, die sowohl Infrastruktur als auch Akzeptanz adressieren, etwa Ladeangebote für Mitarbeitende, ein Arbeitskreisformat und ein Ladepark-Ansatz mit Schnellladen als Perspektive. Für die Kommunikation wurde Öffentlichkeitsarbeit als eigenes Projekt mit Zielgruppenlogik, Botschaften und Kampagnenidee beschrieben, um Vorurteile abzubauen und Vertrauen aufzubauen.
Gemeinsamer Check-in und Standortbestimmung
Der Status quo wurde offen zusammengetragen, inklusive Hemmnissen, Erwartungen und Handlungsdruck.
- Erwartungen, Wissenslücken und Vorbehalte sichtbar machen
- Ausgangslage in Verwaltung und Werken zusammenführen
- Offene Leitfragen für Tag 2 ableiten
Leitvision und Rollenbild der Kommune schärfen
Eine geteilte Zielvorstellung wurde formuliert: Konz als Vorbild, Treiber und Moderationsstelle.
- Rolle als Ansprechpartner und Moderator definieren
- Interne Zusammenarbeit als Voraussetzung festhalten
- Bürger und Wirtschaft als Zielgruppen mitdenken
Handlungsfelder strukturieren
Themen wurden in konkrete Räume übersetzt, etwa privates Laden, öffentliches Laden und Kommunikation.
- Henne-Ei-Problem und Zuständigkeiten bearbeiten
- Schnittstellen zwischen Werken und Verwaltung klären
- Projektskizzen und 3D Modelle erstellt
Projektideen zu Steckbriefen verdichten
Aus den Ergebnissen entstanden Projektsteckbriefe als Basis für weiterführende Arbeiten.
- Ziele, Nutzen und Beteiligte je Projekt festhalten
- Meilensteine und grobe Zeitlogik definieren
- Kapazitäten und Abhängigkeiten transparent machen
Priorisieren und nächste Schritte festlegen
Maßnahmen wurden priorisiert und in eine realistische Folge überführt.
- Startpunkte mit hoher Wirkung identifizieren
- Zuständigkeiten und interne „Hut-Auf-Rolle“ verankern
- Öffentlichkeitsarbeit als Daueraufgabe einplanen
Alle Stakeholder an einen Tisch bringen
Im Projektumfeld wurde deutlich, dass kommunale Elektromobilität nur funktioniert, wenn Verwaltung, Werke und weitere Stakeholder abgestimmt handeln. Freinunft übernahm die Rolle der Weiterbildung, Moderation und Prozessstrukturierung, damit aus Diskussionen priorisierte Projektsteckbriefe und nächste Schritte entstehen. Die Zusammenarbeit war fachbereichsübergreifend organisiert und bezog sowohl interne als auch externe Perspektiven in die Projektlogik ein.



Im Projekt wurde ein Workshopprozess umgesetzt, der Wissen, Haltung und Zuständigkeiten zusammenführt und daraus konkrete Umsetzungsbausteine ableitet.
Das sagt die Verbandsgemeinde Konz über diesen Workshop!
„Die praktische Arbeit an Tag 2 hat die Teilnehmer von passiven Konsumenten zu aktiven Akteuren gemacht und somit die Erwartungen voll erfüllt, wir haben jetzt das Rüstzeug, um das Thema E-Mobilität eigenständig weiter zu bearbeiten und konkrete Schritte anzugehen. Die VG Konz ist für dieses Thema jetzt sensibilisiert. Die Abstimmung und Kommunikation mit Freinunft insgesamt war sehr gut. Vielen Dank.“
Amtsleitung VG Konz
„Der Tag 1 war trotz vieler Inhalte anschaulich und unterhaltsam und somit ein guter Einstieg in das Thema. Es bestand immer die Möglichkeit sich einzubringen, es gelang ihnen gut, die Teilnehmer einzubinden und zu aktivieren.„
Verwaltungsmitarbeiter VG Konz
Freinunft Team
Das Projekt wurde durch ein Team begleitet, das Moderation, kreative Methoden, Strukturierung und Umsetzungsfokus verbindet.
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Sebastian Schweyer
B.Eng. Energietechnik, Business Consultant (srh Fernhochschule) – Berater für erneuerbare Energien, Elektromobilität, Shared Mobility, Geschäftsmodellentwicklung
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Theresa Vitera
M.A. Business Consulting – Beratung für Markenstrategie, Positionierung und persönliche Entwicklung
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Den passenden Weg für kommunale Elektromobilität finden!
Kommunen, Stadtwerke und regionale Partner stehen bei Elektromobilität oft vor ähnlichen Fragen: Zuständigkeiten, Akzeptanz, Kommunikation und Infrastruktur müssen zusammenpassen.
Freinunft begleitet solche Prozesse so, dass aus offenen Fragen handlungsfähige Projekte werden und erste Schritte übernommen werden. Wenn ein ähnliches Vorhaben ansteht, lohnt sich ein Austausch über Vorgehen, Rollen und nächste Schritte.

